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24 Gründe, warum jede*r zu Weihnachten Bio-Lebkuchen essen sollte

1 - Was sind eigentlich Lebkuchen?

Ein Lebkuchen ist ein gewürztes Gebäck, das die verschiedensten Formen haben kann. Er hat meist einen kräftigen, aromatisch-süßen Geschmack, teilweise auch eine herbe oder scharfe Note. Er ist in vielen Teilen der Welt bekannt und beliebt, vor allem als Weihnachtsgebäck. Kennzeichnend für Lebkuchen ist, dass er vergleichsweise trocken (wenig bis keine Zugabe von Wasser, Milch und Fett) aber süß (hauptsächlich durch Honig) zubereitet wird, sodass er relativ lange haltbar bleibt. Gewürzt werden Lebkuchen heute typischerweise mit Zimt, Anis oder Sternanis, Kardamom, Koriander, Mazis bzw. Muskatblüte oder Muskatnuss, Nelken, Piment, Vanille, Ingwer und Fenchel, sowie Orangen- bzw. Zitronenschalen. Außerdem enthalten Lebkuchen häufig Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, andere Ölsaaten sowie Trockenfrüchte, Eier und manchmal Milch. Klassische Glasuren sind Schokolade oder Zuckerguss. Als Lockerungsmittel wurden traditionell Hirschhornsalz und Pottasche verwendet, heute werden diese Zutaten meist durch Backpulver oder Natron ersetzt. Grundsätzlich wird zwischen Braunen Lebkuchen und Oblatenlebkuchen unterschieden.

2 - Woher hat der Lebkuchen seine(n) Namen?

Im Deutschsprachigen Raum gibt es verschiedene regionale Ausdrücke für das Gebäck, wobei der Begriff Lebkuchen am häufigsten vorkommt. Weitere Bezeichnungen sind Pfefferkuchen, Lebzelten, Labekuchen, Leckkuchen, Lebenskuchen oder Magenbrot. Belegt ist das Wort in den Formen lebekuoche bzw. lebkuoche seit dem 13. Jahrhundert. Woher der erste Teil des Wortes stammt, ist unklar. Man vermutet, dass es sich um Entlehnungen aus dem Mittellateinischen oder Mittelhochdeutschen handelt, die Fladen oder Brot bedeuten. Die alte Bezeichnung Honigkuchen verweist auf das traditionell wichtigste Süßungsmittel.

3 – Wo liegt der Ursprung der Lebkuchen?

Tatsächlich ist es nicht möglich, dem Lebkuchen einen eindeutigen Ursprungsort zuzuordnen. Schon lange vor dem Mittelalter gab es süßes, gewürztes Brot mit Honig, Nüssen, Mandeln und Früchten unter anderem in Mesopotamien oder im Alten Ägypten. Später kam es bei den Germanen, Griechen und Römern vor. Hauptsächlich diente solches Gebäck als Opfergabe oder Grabbeilage, wurde also im Kontext von religiösen Anlässen, bei wichtigen Festen und Zeremonien verwendet. Im alten Rom begann man jedoch, die Honigkuchen auch zu Geburtstagen oder an Geliebte zu verschenken.

4 - Die Geschichte des Lebkuchens in Deutschland

Zunächst wurden Lebkuchen fast ausschließlich in Klöstern hergestellt, da dort oft Bienenzucht betrieben wurde. Sonst musste Honig mühsam von Waldbienen entwendet werden. Mit den Kreuzzügen und der Etablierung von Handelsrouten waren plötzlich mehr Honig und exotische Gewürze verfügbar, jedoch blieben Lebkuchen eher exklusiv und wurden nur zu besonderen Anlässen (z.B. Taufe, Hochzeit, Ostern, Weihnachten etc.) verschenkt und gegessen. Durch die Haltbarkeit und Lagerfähigkeit sowohl des Teigs als auch des fertigen Gebäcks bewährte sich der Lebkuchen als Handelsware. Bald darauf entstand der eigenständige Beruf des Lebküchners bzw. Lebzelters und viele lokale Spezialitäten wie die Nürnberger Lebkuchen oder Aachener Printen entwickelten sich mit der Zeit. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann mit der Verwendung von Rübensirup als günstigeres Süßungsmittel die Massenproduktion der Lebkuchen. Mit der Erfindung des Backpulvers und der steigenden Verfügbarkeit der verschiedensten Gewürze, Früchte, Nüsse und sonstigen Zutaten veränderten und vervielfältigten sich die Arten des allseits beliebten Gebäcks immer weiter.

5 – Hirschhornsalz- gemahlene Hirschhörner?

Ein traditionelles Lockerungsmittel für Lebkuchen ist Hirschhornsalz, das einen eigenen Geschmack mitbringt und mehr in die Breite als in die Höhe treibt. Es wurde ursprünglich, wie der Name sagt, tatsächlich aus Hirschhörnern gewonnen. Heutzutage wird Hirschhornsalz aber chemisch hergestellt. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Ammoniumsalzen, die sich beim Backen in Gase zersetzt, auf diese Weise den Teig lockert und außerdem haltbar macht. In Fertigprodukten wird es mit der Nummer E503 gekennzeichnet. Allerdings sollte Hirschhornsalz sparsam verwendet werden, da es die Bildung des Stoffes Acrylamid fördert, welcher krebserregend sein soll.

6 - Dann war da noch die Pottasche

Pottasche ist ebenfalls ein Backtriebmittel, das vor allem in die Breite geht und seit langer Zeit als Zutat in Lebkuchen bekannt ist. Im Gegensatz zu Hirschhornsalz ist es geschmacksneutral und fördert nicht die Bildung von Acrylamid. Der chemische Ausdruck für Pottasche ist Kaliumcarbonat, es trägt die E-Nummer E501. In der Vorweihnachtszeit ist Pottasche im Supermarkt oder auf Weihnachtsmärkten erhältlich, ansonsten kannst Du es in Apotheken kaufen oder einfach online bei uns im Shop bestellen. Sowohl bei Hirschhornsalz als auch bei Pottasche ist es wichtig, beim Backen darauf achten, dass ausreichend Platz zwischen den Lebkuchen ist!

7 - Altes Rezept für Braune Lebkuchen

Zutaten für 1-2 Bleche:

  • 250 g Honig

  • 250 g brauner Zucker

  • 100 g Butter

  • ca. 20 g Lebkuchengewürz

  • 2 TL Zimt (zusätzlich)

  • optional: abgeriebene Schale einer Zitrone oder Orange

  • 500 g Mehl (wer möchte kann das Mehl teilweise ersetzen durch z.B. gemahlene Mandeln/Haselnüsse/Walnüsse)

  • 2 EL Kakaopulver

  • 2 Eier

  • 12-15 g Pottasche

  • 1 Gläschen Kirschwasser oder Wasser (um die Pottasche aufzulösen)

Zubereitung:

  • Honig und Zucker leicht erwärmen

  • Herdplatte ausschalten und unter Rühren die Butter zugeben

  • Pottasche in Kirschwasser (Wasser) auflösen

  • Mehl mit Kakaopulver, Lebkuchengewürz, Zitronen-/Orangenschalen in Schüssel vermengen

  • Eier dazugeben, vorsichtig anquirlen, dabei langsam Honig-Zucker-Buttermasse hinzufügen, danach aufgelöste Pottasche einrühren (möglicher Geruch verschwindet beim Backen)

  • kneten, bis Teig beginnt zu glänzen und Bläschen zu bilden dann 1-2 Stunden stehen lassen

  • anschließend mit Mehl bestäuben, aus der Schüssel lösen und in einem Behältnis mit losem Deckel (Teig muss atmen können) kaltstellen (z.B. im Keller oder Gemüsefach im Kühlschrank), Behältnis gern noch mit Küchentuch umwickeln

  • mindestens eine Nacht stehen lassen (kann bis zu einem Monat stehen, wird so besonders lecker)

  • Teig herausnehmen, gut durchkneten, in Scheiben schneiden und portionsweise auf bemehlter Unterlage ausrollen

  • Figuren ausstechen, diese nochmals 1-2 Stunden auf mit Backpapier belegtem Blech ruhen lassen

  • etwa 15-20 Minuten bei 180-200 °C auf mittlerer Schiene backen (gut aufpassen, dass die Lebkuchen nicht zu dunkel werden, evtl. Hitze reduzieren)

  • noch auf dem Rost auskühlen lassen und nach Belieben verzieren

8 - Schnelles Rezept für Elisenlebkuchen

Zutaten:

  • 500 g brauner Rohrzucker

  • 500 g gemahlene Haselnüsse

  • 500 g gemahlene Mandeln

  • 50 g Orangeat oder geriebene Schalen einer Orange

  • 50 g Zitronat oder geriebene Schale einer Zitrone

  • 8 Eier

  • ca. 50 ml Milch

  • eine Prise Salz

  • ein EL Honig

  • 1 Päckchen Pottasche

  • ca. 30 g Lebkuchengewürz

  • ca. 50 Backoblaten

  • für die Glasur: 500 g Schokoladenkuvertüre oder 100 g Puderzucker mit 2 EL Wasser

  • Dekoration

Zubereitung:

  • Zucker, Eier, Nüsse, Mandeln, Gewürz, Salz, Honig, Pottasche, Orangeat und Zitronat verrühren, bis ein glatter Teig entsteht

  • etwa die Hälfte der Milch hinzugeben, bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat (cremig, aber darf nicht zerlaufen)

  • Teig für eine Stunde auf dem Balkon oder im Kühlschrank kaltstellen

  • danach nach Bedarf Rest der Milch hinzugeben

  • Teig mit einem Esslöffel auf Oblaten portionieren (darauf achten, dass er beim Backen in die Breite geht)

  • bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten backen

  • noch heiße Oblaten mit Kuvertüre oder Zuckerguss überziehen, nach Belieben verzieren

9 - Schnelles Rezept für Braune Lebkuchen

Zutaten:

  • 600 g Mehl

  • 300 g Honig

  • 75 g Zucker

  • 2 Päckchen Vanillezucker

  • 1 Ei

  • 50 g weiche Butter

  • 3 EL Kakaopulver

  • 1 EL Lebkuchengewürz

  • 3 gestrichene TL Backpulver

  • 100 g Sahne (optional)

  • etwas Wasser

  • Dekoration

Zubereitung:

  • in einer Schüssel Honig, Zucker, Vanillezucker und Ei gut verrühren, Butter hinzufügen

  • Mehl mit Kakao, Lebkuchengewürz und Backpulver mischen, mit Honig-Zucker-Buttermasse zu einem Teig verkneten, dabei nach und nach 4 EL Wasser hinzugeben

  • Teig auf bemehlter Unterlage auf ca. einen halben Zentimeter ausrollen, nach Belieben ausstechen

  • 10-15 Minuten bei 200° C backen, danach ggf. mit Sahne bepinseln und vollständig auskühlen lassen

  • nach Belieben verzieren

10 - Lebkuchenhaus selbst machen

Für viele Kinder und Erwachsene ist es immer wieder ein Highlight in der Vorweihnachtszeit, Lebkuchenhäuser zu bauen, zu gestalten und selbstverständlich zu essen. Vielleicht hast Du Lust, dieses Jahr die Teile für dein Lebkuchenhaus selbst zu machen, anstatt ein fertiges Produkt in Plastikverpackung zu kaufen? Der Teig im Rezept unter Punkt 8 eignet sich hervorragend, um daraus ein Lebkuchenhaus zu zaubern.

Zunächst benötigst Du Schablonen aus Papier oder Pappe, nach deren Vorbild Du den Teig ausschneiden kannst. Du brauchst ein Rechteck für den Boden (z.B. 15 x 22 cm), zwei Rechtecke für das Dach (z.B. je 18 x 20 cm) und zwei Dreiecke für die Giebelseiten (z.B. 15 x 18 x 18 cm mit Aussparungen für Tür und Fenster). Für den Zuckerguss, der die einzelnen Teile zusammenhalten soll, vermischt Du einfach 200 g gesiebten Puderzucker mit 1 Eiweiß. Diesen füllst Du am besten in einen Spritzbeutel. Wenn die einzelnen Teile fertig gebacken sind, klebst Du zunächst die Giebelteile auf die Bodenplatte und kannst, sobald sie angetrocknet sind, die Dachflächen aufkleben und nach Herzenslust dekorieren.

11 - Käfig-Eier in Lebkuchen?

Frische Eier tragen einen Stempel, der Auskunft über die Haltungsform der Tiere gibt. 0 bedeutet Bio-, 1 Freiland-, 2 Boden- und 3 Käfighaltung. Die Buchstaben bzw. der Buchstabe, der darauffolgt, zeigt an, aus welchem Land die Eier stammen. Die restlichen Zahlen geben die Betriebsnummer an, die nachverfolgt werden kann. Das Problem ist, dass in verarbeiteten Lebensmitteln eine solche Kennzeichnung nicht verpflichtend ist, weshalb darin häufig billige Eier aus Käfighaltung enthalten sind. Gerade wenn keine weitere Angabe wie „Eier aus Freilandhaltung“ zu finden ist, kann davon ausgegangen werden, dass Käfigeier verwendet wurden. Daher ist es stets besser, zu Bio-Lebkuchen zu greifen oder diese einfach selbstzumachen!

12 - Und was ist mit der Milch?

Bei Milch gibt es ein ähnliches Problem. Zahlreiche verarbeiteten Produkte enthalten Milch oder Milcherzeugnisse, die aus konventioneller Milchwirtschaft stammen, außer es handelt sich explizit um Bio-Produkte. Mit dem Kauf von Bio-Milch werden Halter*innen unterstützt, die ihren Tieren ein artgerechteres Leben bieten. Hier ist es besonders wichtig, auf Produkte mit strengeren Auflagen wie die von Bioland, Naturland und Demeter setzen. Zur Überprüfung der Herkunft gibt es an Verpackungen ein Regionalfenster und einen Milch-Code.

13 - köstliche vegane Lebkuchen

Unsicherheiten bei der Qualität von Eiern und Milch? Kennen vegane Lebkuchen nicht, denn sie kommen ganz ohne tierische Produkte aus. Hier haben wir ein leckeres Rezept für dich!

Zutaten für ca. 40 bis 50 Stück:

  • 500 g Dinkelmehl Typ 630

  • 200 g Rohrzucker

  • 6 EL Rapsöl

  • 2 EL Lebkuchengewürz

  • 4 EL Kakao

  • 75 g Apfelmus

  • 10 Natron

  • 1 TL Apfelessig

  • 200 ml Wasser

  • für die Glasur: ca. 100 g Puderzucker, 1-2 EL Wasser

Zubereitung

  • Mehl, Gewürzmischung, Zucker, Kakao, Apfelmus und Öl in einer Schüssel vermengen

  • Natron und Apfelessig dazugeben (schäumt etwas)

  • Wasser hinzufügen, alles zu einem festen Teig verrühren

  • Teig auf bemehlter Unterlage ausrollen, Plätzchen ausstechen und auf mit Backpapier belegtes Blech legen

  • bei 180 °C Umluft 10 Minuten backen

  • Puderzucker und Wasser mischen, bis zähe Masse ohne Klümpchen entsteht

  • noch heiße Lebkuchen mit Glasur bestreichen, dann abkühlen lassen

  • nach Belieben verzieren

  • die ersten Tage nicht luftdicht aufbewahren, dann werden sie bissfester

14 - Lebkuchengewürz selbst machen

Lebkuchengewürz kann in Bio-Qualität gekauft und auch ganz leicht selbst gemacht werden. Die Vorteile: Du kannst es nach deinem persönlichen Geschmack mischen und die Gewürze frisch mahlen. Ein Basisrezept für eine Portion (in Rezepten mit ca. 500 g Mehl o.ä.) wäre z.B.:

  • 2 gestrichene TL (ca. 6 g) Zimt

  • 1 gestrichener TL (ca. 3 g) Gewürznelke

  • ½ TL (ca. 2 g) Kardamom

  • ½ TL (ca. 2 g) Muskatnuss oder Muskatblüte

  • ½ TL (ca. 2 g) Anis/Sternanis

dazu passen außerdem:

  • 1-2 g Fenchelsamen

  • 1-2 g Koriander

  • 1-2 g Ingwerpulver

  • 1-2 g Piment

  • eine Prise Vanille

  • 1/2 TL Orangen- oder Zitronenschale (getrocknet in das Gewürz, frisch in den Teig)

  • eine Prise Chilipulver

Gemahlene Gewürze zu verwenden ist am einfachsten, wenn Du allerdings die Gewürze selbst mit einem Mörser zerkleinerst, sind noch mehr der wertvollen Stoffe und Aromen enthalten, die sich im Pulver nach einiger Zeit verflüchtigen. Das Gewürz verleiht ebenso anderem Gebäck eine aromatische Note, z.B. Joghurt, Pudding, Brownies, Plinse/ Pancakes/Pfannkuchen, Früchtebrot, Apfelkompott, Milchreis etc.

15 - Regionale Lebkuchen kaufen

Wenn Du nicht selbst backen möchtest, findest Du regionale Bio-Lebkuchen und viele weitere Leckereien bei uns im Shop. Diese bekommen wir morgens frisch von unseren Partnerbäckereien Beumer und Lutum, Biobackhaus und Märkisches Landbrot geliefert. Sie alle backen mit jahrelanger Erfahrung, ökologisch und fair für die Region. Direkt im Anschluss bringen wir die Backwaren in der Kiste zu dir nach Hause.

16 - Nussanteil

Gemahlene Nüsse statt Mehl machen die Lebkuchen gesünder, aromatischer und damit hochwertiger. Je höher der Nussanteil ist, desto besser. Wir sind länger gesättigt, und mehr Nüsse sorgen für mehr ungesättigte Fettsäuren sowie wichtige Mineralien wie Magnesium, Kalzium und Kalium enthalten, die sehr gesund für uns sind. Der Nussanteil ist für bestimmte Arten von Lebkuchen festgeschrieben und steigt beispielsweise jeweils von Einfachen über Feine zu Feinsten Lebkuchen.

17 - Wie viele Arten von Lebkuchen gibt es?

Eine Einteilung kann folgendermaßen aussehen:

  • auf Oblaten gebackene Lebkuchen - Elisenlebkuchen

    • Oblaten-Lebkuchen (mind. 7% Ölsaaten)

    • Feine Oblaten-Lebkuchen (mind. 14% Ölsaaten)

    • Haselnuss-/Walnuss-/Nuss-Lebkuchen (mind. 20% der Nuss, die Namen gibt)

    • Feinste Oblatenlebkuchen (mind. 25% Mandeln, Haselnuss oder Walnuss, keine anderen Ölsaaten)

    • Mandel-/Marzipan-/Makronen-Lebkuchen (wie Feinste, wobei Mandel-Anteil überwiegt)

    • Weiße Lebkuchen (mind. 15% Ei- oder Milcheiweißprodukte, nicht mehr als 40 % Getreide)

  • Braune Lebkuchen

    • Feine Braune Lebkuchen (mind. 10% Ölsaaten)

    • Feinste Braune Lebkuchen (mind. 20% Mandeln, Walnuss, Haselnusskerne)

    • Braune Mandel-, Braune Nuss-Lebkuchen (wie Feinste, es überwiegt die namensgebende Nuss)

    • Honigkuchen/Honig-Lebkuchen (mind. Hälfte des Gehaltes an Süßungsmitteln Honig)

    • Dominosteine

    • Printen

    • Spitzkuchen

18 - Dinkel vs. Weizen und Vollkorn- vs. Weißmehl

Bevor wir uns diesem Thema widmen, sollen zunächst die Begriffe geklärt werden. Weizen und Dinkel sind Getreidearten. Die Bezeichnungen Weißmehl und Vollkornmehl geben an, ob das jeweilige Getreide fein gemahlen oder noch als volles Korn vorhanden ist. Weizen wurde über die Jahre stark kultiviert und verändert, Dinkel gibt es dagegen noch in ursprünglicher Form. Er hat zudem mehr essentielle Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Kieselsäure (die gut ist für Haut und Haare). Weizen ist jedoch nicht automatisch schlecht. Die Hauptsache ist, Vollkornmehl zu kaufen, da es dreimal so viele Nährstoffe enthält wie Weißmehl. Außerdem ist es immer wichtig, abwechslungsreich zu essen, auch was Getreide angeht.

19 - Sind Lebkuchen gesund?

Ja, Lebkuchen hat viele gesunde Zutaten. Es gibt jedoch einiges zu beachten. Aus dem vorherigen Punkt ist abzuleiten, dass Dinkel gesünder ist als Weizen, und, dass Vollkorn- gesünder ist als Weißmehl. Die Gewürze, die im Lebkuchen enthalten sind, sind ebenfalls sehr gesund und haben sogar heilende Eigenschaften. Fast alle wirken gegen Magen-Darm- und Erkältungsbeschwerden. Mandeln und Nüsse enthalten hochwertige ungesättigte Fettsäuren, die unser Organismus zum Überleben braucht. Außerdem enthalten sie viele wichtige Vitamine und Mineralien, können antidepressiv wirken und unser Wohlbefinden steigern. Ein hoher Nussanteil ist also gesünder als ein niedriger. Allgemein gilt, zu viel Zucker ist nie gesund, das heißt: ohne Zucker (und mit wenig anderem Süßungsmittel) backen und in Maßen genießen.


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20 - Schnelles Rezept für gesunde Lebkuchen

Zutaten:

  • 180 g Dinkelvollkornmehl

  • 100 g geriebene Haselnüsse

  • 100 g Honig

  • 2 EL Kakaopulver

  • 1 EL Lebkuchengewürz

  • 1 EL Backpulver

  • 100 ml Mandelmilch

Zubereitung:

  • in einer Schüssel Mehl, geriebene Haselnüsse, Honig, Kakaopulver, Lebkuchengewürz und Backpulver vermengen

  • Mandelmilch hinzufügen und zu einem Teig verkneten

  • Ofen auf 180 °C vorheizen

  • auf gut bemehlter Unterlage oder zwischen zwei Schichten Backpapier auf ca. 0,5 cm ausrollen, dann gewünschte Formen ausstechen (evtl. Mehl hinzufügen)

  • diese auf mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 10 Minuten backen

21 - Herzhafte Lebkuchen?

Lebkuchen und Lebkuchengewürz passen nicht nur zu Süßem. Beliebt sind beispielsweise Rezepte für Lebkuchen mit würzigem Gemüse- oder Hackfleisch-Topping. Lebkuchengewürz oder Lebkuchenkrümel werden zum Würzen von braunen Braten-Soßen verwendet, sie machen sich gut in Suppen oder Eintöpfen. Rotkohl oder Möhren sind Gemüsesorten, mit denen das süß-würzige Aroma von Lebkuchen harmoniert. Lebkuchensoße schmeckt sehr gut in Verbindung mit herzhaft-deftigen Gerichten, ergänzt sich z.B. wunderbar mit Braten und Klößen. Wenn das keine Idee fürs Weihnachtsessen ist!

22 - Verpackung

Es gilt: je weniger Plastik, desto besser. Beim Kaufen von Lebkuchen kannst Du darauf achten, dass möglichst wenig Verpackungsmüll entsteht, indem Du zu z.B. Produkte kaufst, die keine oder nur eine einzige Plastikverpackung haben (im Gegensatz zu solchen, die doppelt und dreifach eingepackt sind). Es gibt auch Verpackungen aus biologisch abbaubarer Folie oder recycelten Materialien. Auf die gleichen Dinge solltest Du achten, wenn Du Lebkuchen backen willst und die Zutaten dafür besorgst.

23 - Lebkuchen verschenken

Besonders selbstgebackene Lebkuchen eignen sich sehr gut als Weihnachts- oder Nikolausgeschenk. Oder vielleicht ist noch ein Türchen im Adventskalender zu befüllen? Verpacken kannst Du sie, wenn es nur kurzfristig ist, in stabilen Papiertüten (hier kannst Du z.B. unsere Obst- und Gemüsetüten wiederverwenden). Um Müll zu vermeiden, bieten sich Gläser oder Blechdosen eher an. Genauso lässt sich Lebkuchengewürz, vorzugsweise selbstgemacht, gut verschenken. Eine weitere Geschenkidee wäre eine eine Backmischung, in der bereits alle Zutaten enthalten sind. Du kannst sie z.B. in einem großen Glas aufschichten und eine Anleitung bzw. einen Gutschein für gemeinsames Lebkuchen-Backen beilegen.

24 - Lebkuchen richtig aufbewahren

Anders als Plätzchen schmecken Lebkuchen nicht knusprig, sondern saftig am besten. Lagert man sie falsch, können sie steinhart oder schlecht werden. In der Regel sind Lebkuchen bis zu 4 Monate haltbar, wobei selbstgebackene tendenziell eher aufgebraucht werden müssen. Gekaufte Lebkuchen können (wenn angebrochen, dann sorgfältig verschlossen) in ihrer Verpackung verbleiben und werden kühl gelagert. Selbstgebackene Lebkuchen kannst Du je nach Rezept manchmal 1-2 Tage liegen lassen, bevor Du sie in eine Blechdose oder ein Glas tust, das bestenfalls mit Backpapier ausgelegt ist. Das Behältnis sollte zunächst nicht luftdicht verschlossen sein. Wenn Du eine Apfelscheibe in den Behälter legst (allerdings musst Du diese alle zwei Tage wechseln, damit sich kein Schimmel bildet), bleiben die Lebkuchen schön saftig und nehmen etwas Apfel- Aroma an.

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