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Warum Du deine Möhren in einer Bio-Kiste kaufen solltest

Umweltfreundlicher Transport fast ohne Verpackung

Die Märkische Kiste liefert dir frisches, regionales Obst und Gemüse direkt vor die Haustür. Dabei ist es uns sehr wichtig, so wenig Verpackungsmüll und so wenig Emissionen wie möglich zu produzieren. Den Großteil unserer Produkte erhalten wir ohne Umwege, unverpackt oder in Mehrwegkisten von unseren Partner-Betrieben. Um sie weiter zu unseren Kunden zu bringen, verwenden wir das Naturkost-Pfandsystem (kurz: “NAPF”), ein Mehrwegkisten-System für Bio-Betriebe. Hast Du beispielsweise Möhren bei uns bestellt, bekommst Du diese in einer Kiste, die wir in der Regel bei der nächsten Lieferung wieder mitnehmen. Die Transportwege versuchen wir durch effiziente Planung auf ein Minimum zu reduzieren. Unseren betrieblichen CO2-Fußabdruck haben wir vor allem durch Energieeffizienzmaßnahmen seit 2015 um fast 90% verkleinert. Zusammenfassend ist es im Schnitt umweltfreundlicher, bei uns zu bestellen, als mit dem privaten Auto im Bio-Supermarkt einzukaufen.

Weniger Verschwendung als im konventionellen Handel

Im Gegensatz zum konventionellen Handel liegt die Entscheidung, welche Verkaufskriterien eine Möhre erfüllen muss, bei uns selbst. Somit können wir der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenwirken. Selbstverständlich achten wir bei all unseren Produkten auf eine hohe Qualität, jedoch sind wir nicht an die Einhaltung bestimmter EU-Normen gebunden, die sich unter anderem auf rein äußerliche Merkmale beziehen und keinen Einfluss auf Geschmack, Inhaltsstoffe oder Haltbarkeit haben. Zu kleine, zu große oder zu krumme Möhren landen im konventionellen Handel, wenn sie nicht als Tierfutter verwendet werden, im Müll. Bei uns landen sie dagegen in deiner Bio-Kiste. Wenn wir doch etwas aussortieren müssen, versuchen wir es sinnvoll zu verwerten. Vieles geben wir an eine Suppenküche oder Mitarbeiter*innen weiter. Ab und zu bekommen auch unsere Schafe eine kleine Leckerei ab. Nur die Reste, die nicht auf unseren Kompost dürfen, kommen in die Biotonne.

Große Sortenvielfalt

Orangefarbene Karotten sind zwar die bekanntesten, aber eigentlich kennt dieses Wurzelgemüse die verschiedensten Farben. Ursprünglich waren in Mitteleuropa gelbe Möhren weit verbreitet, weshalb in manchen Regionen Deutschlands noch die Bezeichnung gelbe Rübe geläufig ist. Welche Namen die Karotte noch kennt, woher sie kommt und wie gesund sie wirklich ist, findest Du hier heraus! Das heutige Farbspektrum der Möhren reicht von weiß und cremefarben, über gelb, orange, rot und lila bis hin zu dunkelviolett. Da wir diese Vielfalt sehr schätzen, bieten wir dir nicht nur die typischen orangefarbenen Wurzeln an. Außerdem haben wir Karotten mit unterschiedlichen Formen und unterschiedlichem Aroma im Sortiment. Je nach Saison kannst Du meist zwischen folgenden Sorten wählen:

Rodelika (samenfest):

Bei der Rodelika handelt es sich um eine orangefarbene Möhrensorte aus biologisch-dynamischer Züchtung mit hervorragender Qualität. Sie hat einen intensiven, charakteristisch-süßen Geschmack und ist äußerst gesund. Zudem ist sie gut lagerfähig und bestens zur Herstellung von leckerem Möhrensaft geeignet.

Oxhella (samenfest):

Die Sorte Oxhella wurde in biologisch-dynamischer Erhaltungszucht aus der fast vergessenen Sorte Oxheart entwickelt. Sie hat eine orange Färbung und eine kurze, konische, gedrungene Form. Ihr Aroma ist ebenso kräftig, aber herber als das der Rodelika.

Herzmöhre Emma (samenfest):

Diese alte, orangefarbene Sorte ist auffallend klein, rundlich und süß. Sie ist sowohl dekorativ als auch lecker als Snack oder Beilage. Charakteristisch sind ihr hoher Zuckergehalt und ihr Vitaminreichtum.

Purple Haze (F1):

Diese außen violett und innen orange gefärbte Möhrensorte erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Sie entstand durch die Rückkreuzung einer orangenen Karotte mit einer älteren, violetten Sorte. Ihr Geschmack ist kräftig und süß und sie hat einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C, Vitamin B1 und Carotinoiden.

Purple Elite (F1):

Äußerlich kaum von der Sorte Purple Haze zu unterscheiden ist die Sorte Purple Elite. Im Vergleich hat sie einen milderen Geschmack, ist allerdings genauso vielfältig verwendbar.

Wenn Du es farbenfroher magst oder etwas Neues ausprobieren willst, kannst Du dir auch eine Bunte Mischung bestellen. Du willst das saftige und gesunde Möhrengrün mitverwenden? Dann lass dir im Frühling doch Bundmöhren von uns liefern. Auch kleine und süße Snackmöhren für ein paar Vitamine zwischendurch haben wir im Angebot. Hast Du Lust auf leckere, knackige Möhren bekommen? Wenn ja, schau gern in unserem Shop vorbei!

Stressfrei für besseren Geschmack

Der Geschmack einer Möhre ist nicht nur bedingt durch ihre Sorte. Je nach Anbau- und Lagerungsform können sie trotzdem noch unterschiedlich schmecken. Ein entscheidender Faktor ist der Stress, dem das Gemüse ausgesetzt ist. Denn Möhren sind in Bezug auf Stress empfindlicher, als sie aussehen. Für den charakteristischen Möhrengeschmack sorgen verschiedene Zucker und Bitterstoffe (z.B. Terpene). Terpene blockieren im Mund die Geschmacksrezeptoren für Süßes. Die Möhre schmeckt also umso bitterer und schärfer, je mehr sie davon enthält. Sobald die Möhre Stress ausgesetzt ist, beispielsweise durch Schädlinge und Frost, aber auch durch starkes Schütteln oder das Fallen aus großer Höhe, setzt sie mehr Bitterstoffe frei. Beim Lagern lässt das Reifegas Ethylen, das an faulenden Stellen auftritt, die Möhren bitterer werden. Außerdem nehmen Möhren Aroma-Verbindungen auf der Luft aus, was ihren Geschmack verändern kann. Wir und unsere Partnerhöfe legen daher großen Wert darauf, Möhren sowie anderes Gemüse möglichst stressfrei anzubauen, zu ernten, zu transportieren und zu lagern.

Was bedeutet “samenfest” oder “F1”?

Hast Du dir schon einmal Gedanken über die Züchtung von Gemüsesorten gemacht? Oft bleibt dieses Thema relativ unbeachtet, obwohl es für die Zukunft der Landwirtschaft eine große Rolle spielt. Bei samenfesten Sorten kann aus jeder Generation Pflanzen Saatgut gewonnen werden, das nach seiner Aussaat etwa die gleichen Merkmale ausbildet wie seine Eltern zuvor. Durch langjährige Züchtung passt sich das Gemüse dem Standort an und wird immer robuster. Doch etwa 75% der samenfesten Sorten, die noch vor einem Jahrhundert weltweit existierten, gelten heute als verdrängt oder verloren. Grund dafür ist Hybridsaatgut. In der Hybridzucht werden zwei verschiedene Sorten kontrolliert miteinander gekreuzt. Die Pflanzen der ersten Generation (F1) besitzen dadurch gewünschte Merkmale der beiden Elternsorten; eine große und homogene Ernte ist gesichert. In der zweiten Generation kommt es jedoch zur größtmöglichen Streuung der Merkmale, teilweise werden die Samen sogar unfruchtbar. Anders ausgedrückt, sie sind nicht nachbaufähig und das Saatgut muss für die nächste Saison neu gekauft werden. Dies fördert die Monopolstellung der großen Saatgutkonzerne, die zusätzlich an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verdienen. Aufgrund dessen ist es empfehlenswert, samenfestes Saatgut bzw. Gemüse samenfester Sorten zu kaufen. Dieses soll sogar nachweislich besser im Geschmack sein!

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