Zu Besuch in der Naturschutzstation Marienfelde

Ich war zu Besuch bei der Naturwacht Marienfelde und habe mich mit dem Naturranger Björn Lindner getroffen.

Er und sein Team verstehen sich als Mittler zwischen Natur und Mensch. Hier in der Naturschutzstation im Landschaftspark Marienfelde kann man Stadtnatur unmittelbar erfahren. Zugleich spielt hier Naturbildung eine wichtige Rolle. Groß und Klein sind sehr willkommen.

 Der Landschaftspark Marienfelde wurde auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet und umfasst 40 Hektar sehr artenreiche Stadtnatur. Durch ihn führt ein 1,5 Kilometer langer Naturerlebnispfad mit neun Stationen und Informationen zu den vielfältigen Lebensräumen. An der westlichen Seite liegt die Naturwacht Naturschutzstation Marienfelde.

Hier gibt es eine Karte Begrüßt wird man von der Miniaturversion von „Borst vom Forst“- dem Botschafter für Wildtiere in der Stadtnatur.

Der Naturranger wünscht sich, dass wir die Natur, die uns direkt umgibt, wieder mehr wahrnehmen und wertschätzen. Er blickt dabei hoffnungsvoll in die Zukunft und beobachtet ein Umdenken in den jungen Generationen.

Jeder Cent wird in neue und bestehende regionale Ideen und Projekte umgesetzt. Langeweile kommt beim Rangerteam nie auf. Die Station musste Mitte März zwar für Besucher schließen, aber die Landschaftspflegearbeiten gingen weiter. Das Team betreut mittlerweile 100 Hektar Stadtnatur. Auch die Tiere, die auf der Station und um diese herum, leben brauchen natürlich Pflege und Zuwendung. Dazu wurden weitere Obstbäume auf der Streuobstwiese gepflanzt sowie ein neuer Pavillon aus Holz errichtet.

Seit Pfingsten dürfen die Tore der Naturwacht unter besonderen Hygienemaßnahmen wieder öffnen. Dazu müssen der Einlass geregelt, Kontaktdaten erfasst und auf die Hygieneregeln hingewiesen werden.

Besonders anschaulich für die Naturbildung der Kinder wurden die „Abstandszwerge“ entwickelt. So lässt sich einfacher einschätzen, wie viel 1,50 Meter wirklich sind.

Dadurch ist ein Ranger immer am Eingang beschäftigt und es bleibt ein bisschen weniger Zeit als gewöhnlich für individuelle Führungen durch die Naturschutzstation. Aber auch hier war das Rangerteam sehr kreativ und hat ein Spiel entwickelt, das einen durch die Station begleitet und den Blick immer mal in neue Winkel schweifen lässt. Unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ begibt man sich auf die Suche nach acht Holzvögeln, die sich in ihrem natürlichen Lebensraum versteckt haben. Die Auflösung und Wissenswertes über die Vogelarten können per QR-Code aufgerufen werden oder aber einer der Ranger beantwortet alle Fragen und spielt die Stimmen der Vögel vor.

Wer das Lösungswort herausfindet kann sogar eine exklusive Familien-Naturführung für bis zu 6 Personen gewinnen. Ich muss zugeben, ich selbst habe nicht alle gefunden und auch nicht erkannt -aber in den 1,5 Stunden auf der Station einiges Neues und sehr Interessantes gelernt. Auf jeden Fall werde ich bald wieder vorbeikommen, denn hier gibt es immer wieder etwas neues zu entdecken und zu lernen. Unter dem Motto: „weniger ist mehr“ sind individuelle Führungen in kleinen Gruppen (mit Mundschutz) auch jetzt besonders schön.

Das Rangerteam Marienfelde freut sich über Besuche! In den Ferien hat die Station dienstags bis donnerstags von 14:00 bis 18:00 sowie samstags und sonntags von 12:00 bis 16:00 geöffnet. Außerdem kann man gerne einfach mal anrufen und individuelle Termine absprechen.

Naturwacht Marienfelde

Wer sich schon einmal ein Bild machen möchte kann hier einen kleinen Film der Stiftung Naturschutz Berlin über den „Ranger vom Müllberg“ anschauen. Der Ranger vom Müllberg auf Youtube

Eine klare Empfehlung für ein Tagesausflug mit Mehrwert!